Montag, 16. Januar 2017

Mittwoch, 4. Januar 2017

Robots will change the world, that's for sure. More and more interesting applications appear. Here is a list of postings:

Watch out for more!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Staying Power - the Power of Software Ecosystems

The business model of "platform + complements = ecosystem" is one of the best-scaling business models of today. It has been described by M. Cusumano in 2011 in his book "Staying Power". This book clearly shows why large US companies are successful today, and why many others, like German companies, loose markets. The book has taught me why Germany has not been able to win important IT platforms over the years: compilers, databases, web browsers, operating systems, everything went to the US. There is one single exception: the SAP products were, right from the beginning, planned as a platform with a software ecosystem of consultants, solution providers and plugin complementors.

Platforms create vendor-lock-ins, i.e., the ecosystem is dependent on the platform owner. Wars ("platform wars") are fought about platforms. Platforms can create enourmous large ecosystems with millions of "complementors". 

If Germany wants to have success in IT, it should look at this business model. 

Examples for ecosystems on monolithical platforms owned by a single company

  • Apple and Google appstores - well, everybody knows
  • Atlassian ecosystem (Jira, Confluence etc.)

Examples for ecosystems on consortial platforms owned by several players

These ecosystems are more stable because if a platform owner dies, the platform still has a chance to survive:
  • Eclipse, a layered ecosystem
  • AutoSAR, an ecosystem for control software for cars
  • Genivi, an ecosystem for in-vehicle infotainment (IVI)

Additional Literature

  • Annabelle Gawer, Michael A. Cusumano. Platform leadership. How Intel, Microsoft and Cisco drive industry innovation. Harvard Business School Press
  • Michael A. Cusumano. Staying power. Six enduring principles for managing strategy and innovation in an uncertain world. Oxford University Press. 
  • Slinger Jansen, Anthony Finkelstein, Sjaak Brinkkemper. A Sense of Community: A Research Agenda for Software Ecosystems. IEEE ICSE Companion, 2009.
  • Software Ecosystems. David G. Messerschmitt, Clemens Szyperski. MIT Press

Dienstag, 22. November 2016

Immersive Robotics

Immersive Robotics makes you dive into the robot's view of the world:

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/hci/projects/immersive-robot-control.html

Software Institute DLR

Dresden gets a Software Institute, hosted by DLR. Some links below




Smart Clothing

Handy clothes are clothes equipped with sensors and mobile phone chips, such that the mobile phone vanishes into the cloth. In about 10 years, they will be cheap to buy because the prices for sensors and highly integrated chips shrink year by year.

Here an overview of current smart clothes:

https://www.wearable-technologies.com/2015/03/a-look-at-smartclothing-for-2015/

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Studiengänge

Lieber Herr Assmann,

Ein Studiengang ist ein System und damit eine Konstruktionsaufgabe. Konstruktionen sind keine bloßen Aggregationen oder Schüttungen in Modulkästen. Konstruktionen bedürfen der Konstruktionsrichtlinien. Wo kommen diese Richtlinien her? Antwort: Natürlich aus der Wissenschaftstheorie eines Fachs, wenn man einen wissenschaftlichen Anspruch hat. „Wissenschaftlich“ heißt ganz einfach: man hat einen Anspruch auf Genauigkeit. Ja, woher sollen die Richtlinien denn sonst wohl kommen? Vom Jahrmarkt der Eitelkeiten und Egoisten etwa? Die Konstruktionsaufgabe ist nicht voraussetzungslos. Wenn der Staat Studiengänge bezahlt, kann er auch Voraussetzungen stellen. Bei BaMa-Studiengängen ist dies die Berufsfähigkeit mit Abschluss des Bachelor-Studiums. Daran haben wir uns auszurichten, oder aber wir finanzieren den Studiengang anderweitig privat. Davon gehen wir hier nicht aus. Finanzierung ist ein wichtiges Geschäft. Das Geld fällt nicht vom Himmel, sondern muss verdient werden.

Wo fangen wir an? Die klassische Frage des Anfangs. Wir betrachten das Theophrast‘sche Modalgefälle des Ingenieurs: Δ! A  Err A  ∇A. Fangen wir bei Δ! A an und verfolgen einem Zweckzusammenhang oder beginnen wir mit ∇A und dem Bereitstellen der Möglichkeiten, um auf den gegebenen Möglichkeiten langsam die Erreichbarkeit zu „erreichen“ und auch zu begründen? Dieser Zusammenhang heißt Begründungszusammenhang. „erreichen“ in Anführungszeichen ist hier ein Meta-Erreichen. Wir wollen beim Entwurf von Studiengängen das Erreichen erreichen, so ähnlich wie wir auch über Sprache sprechen können.

Wir müssen uns einigen, dass wir den Begründungszusammenhang wählen. Der Zweckzusammenhang hat schon zu bitteren Erfahrungen geführt. Ich erinnere mich: TH Darmstadt in den 70-er Jahren: 1. Semester Bauingenieure: Projektarbeit „ Bau einer Brücke!“ als ein Δ! A. Warum das? Man wollte die berühmte Motivationslücke schließen. Motiviert wird man durch Zwecke, sagte man, und nicht durch Möglichkeiten. Das Projekt scheiterte. Motivation (Antriebskraft) ist eine psychologische Kategorie. Antriebskräfte sind schon erforderlich, bloß nicht erzeugt durch Endzwecke wie damals in Darmstadt, sondern durch Verstehen. Das ist ein logischer und kein psychologischer Begriff. Wenn ich verstehe, werde ich auch motiviert, und verständnislos bleibe ich demotiviert, weil ich mit dem Dargebotenen selbständig nichts anfangen kann. Logik geht der Psychologie voran und nicht umgekehrt. Verstehen kann man aber nur durch Begründen. Also folgen wir dem Begründungszusammenhang, „bottum-up“. Und der ist nicht analytisch einem logischen Schluss folgend. Der ist, Kantisch gesprochen, synthetisch oder konstruktiv, wie wir bereits wissen aus dem 2. Blog.

Wegen der staatlichen Voraussetzung der Berufsfähigkeit schlitzen wir das Modalgefälle von unten nach oben vertikal auf und erhalten zwei Scheiben (slices): Slice 1 = Basics (Bachelor) Slice 2 = Advanced (Master) In Slice 1 wollen wir eine Berufsfähigkeit erreichen, also ein Vermögen, um darauf später im Beruf eine Berufsfertigkeit anzustreben. Berufsfähigkeit verstanden als ein Vermögen, Anfänger- oder Einstiegsaufgaben im Beruf lösen zu können. Man sollte auch in der Lage zu sein, die Standardliteratur des Faches zu verfolgen und zu verstehen. Das ist eine ganze Menge, was da verlangt wird. Ein schweres Geschäft für junge Menschen! Man denkt an die eigene Jugend zurück. Um verständlich zu bleiben, möchte ich zur Beschreibung des „undergraduate study“, wie die Amerikaner das Studium in vier Jahren zum Bachelor nennen (Freshman, Sophomore, Junior, Senior), einige Parameter einfach so hinwerfen, die aus dem MINT-Jargon stammen.

  1. Vorweg: Bei „Undergraduates“ dominiert das Lehrbuch (textbook), die in Amerika stapelweise in den „bookstores“ stehen. Ohne gute „Textbooks“ mit vielen Übungsaufgaben und Musterlösungen sollte man kein Bachelor-Studium planen wollen. Das Zeigen schon gelöster Übungsaufgaben ist die halbe Miete. Abschreiben untereinander ist erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht 
  2. Alles bleibt linear, um Gottes willen nicht schon in das schwierige Nichtlineare, das dem Master überlassen bleibt.
  3. Kein Abschwirren auf die Meta-Ebene einer Sprache. Alle Sprachen, die eingeführt werden, bleiben Gebrauchssprachen. „Meta-“, also das „Das Sprechen über Sprechen“ ist zu schwierig und wird in den Masterteil verschoben. Da gehört deshalb dann auch in der Informatik der Compilerbau hin.
  4. Erreichbarkeitstudien in Form von größeren Arbeiten sollten erst nach dem Sophomore, also im dritten, im Junior-Jahr beginnen. Erreichbarkeitsstudien gehören schon zur Hauptschule, nicht mehr zur Vorschule (Propädeutikum) . 
Auf Details, z.B. eines spezielles Fachs, können wir uns hier nicht einlassen. Wir können nur einen konstruktiven Aufbau fordern: Schrittwiese, Zirkelfrei und alles Explizit machen (SZE). Ich kam 1979 aus Darmstadt in die Informatik nach Erlangen, viel zu spät, um an der Hauptentwicklung des methodischen Konstruktivismus Erlanger Prägung um Kamlah/Lorenzen mitwirken zu können. Eins ist aber ist wichtig zu vermerken: Die Erlanger, mit einer gewissen jugendlichen Naivität, glaubten damals so um 1965 tatsächlich noch, eine spezielle Fachdidaktik als entbehrlich heraus stellen zu können. “Die Fachdidaktik muss sich aus dem Fach selbst ergeben“, war ihre Losung, wie mir berichtet wurde. Das ist eine Aufforderung an BaMa-Konstrukteure. Stünde es um BaMa und um die armen Studenten heute nicht besser, wenn wir den konstruktiven Erlangern der 60-er Jahre gefolgt wären?

Wer hat diese Frage zu beantworten? Politiker, Professoren? Aber gewiss nicht die Studenten. Das sind, so gesehen, die armen Schweine, die vor Schüttgut stehen, das sie nunmehr zeitbegrenzt fressen sollen. Was hat Lorenzen mit seinen didaktisch aufzufassenden Arbeiten zur Protophysik und zur Protogeometrie nicht alles geleistet? Das beste Buch, das er geschrieben hat, ist aus meiner Sicht ein Schulbuch: „Elementargeometrie“. Welcher Professor schreibt heute noch Schulbücher? Das ist, wie vieles bei Lorenzen, Weltklasse. Kinder brauchen Märchen, Erwachsene brauchen Vorbilder. Hier, im Wikipedia, ist ein Vorbild für Studienplan-Konstrukteure: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Lorenzen

Viele Grüße Ihr H. Wedekind